Besitzt Ihr Kind diese Voraussetzungen?
Diese Punkte sind wichtig um die Freude und den Erfolg in der ersten Klasse zu gewährleisten. Sollte Ihr Kind in manchen Bereichen Schwierigkeiten haben, können Sie es anhand dieser Liste überprüfen und üben.
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind einen erfolgreichen Start und freuen uns schon auf eine gute Zusammenarbeit im Herbst!
Das Kind
- stellt beim Gehen auf der Treppe jeden Fuß auf eine andere Stufe.
- kann ohne Schwierigkeiten rückwärts gehen.
- kann einen Fuß genau vor den anderen setzen (Zehe ganz genau an die Ferse setzen) vorwärts und rückwärts.
Das Kind
- kann sich alleine an- und ausziehen (Verschlüsse, Schuhbänder, Umdrehen der Kleidung)
- kann mit einer Pinzette verschiedene Materialien aufheben.
- kann die Finger einzeln bewegen (Daumen zu jedem Finger).
Das Kind
- kann den Stift gut halten (nicht verkrampft, Druck, Ermüdung).
- kann Begrenzungslinien einhalten.
- trifft ein Ziel genau (Ball, Steine, Bohnen, beim Zeichnen).
Das Kind
- kann Bewegungen richtig nachmachen.
- hat keine Probleme beim Schneiden, Kleben und Zeichnen.
- erlernt leicht neue Spiele, hat keine Schwierigkeiten bei ungewohnten Bewegungen und kann mit fremden Situationen umgehen.
Das Kind
- kann die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, zeigen.
- kann mit geschlossenen Augen klatschen, klopfen oder stampfen.
- kann einen einfachen Rhythmus fortsetzen.
- kann Bewegungen mit den Augen verfolgen (ohne Kopfdrehen).
- kann mit Legematerial laut Vorlage arbeiten.
- kann Puzzle bauen (mehr als 50 Teile).
- kann ca. 10 Sekunden auf einem Bein stehen, vor allem mit geschlossenen Augen.
- lümmelt nicht auf dem Tisch oder stützt ständig den Kopf ab oder liegt gerne auf dem Boden.
- kann sich rollen (seitlich).
- kann sich blind im Raum orientieren.
- kann bei geschlossenen Augen feststellen, wo es berührt wird (mit Hand, Feder, Ball,…).
- kann Ordnung in seinem Zimmer und bei seinen Spielsachen halten.
- kann altersentsprechend einen Menschen zeichnen (alle Körperteile plastisch darstellen, Kleidung verzieren,…).
- kann mit beiden Händen oder Füßen etwas gleichzeitig tun (z.B. beidbeiniges Hüpfen).
- kann mit einer Hand malen und mit der anderen das Arbeitsblatt halten.
- hat sich für eine Schreibhand entschieden.
- kann links und rechts unterscheiden.
- kann die Schreibrichtung einhalten.
- stürzt nicht oft.
- kann auf einer Sprossenwand (Spielplatz) sicher klettern.
Das Kind
- lässt sich nicht durch Nebengeräusche ablenken.
- kann sich 20 – 30 Minuten mit einem Spiel beschäftigen.
- kann ein Spiel zu Ende führen.
Das Kind
- nimmt auf andere Kinder Rücksicht.
- akzeptiert Regeln.
- kann mit Kritik und Misserfolg umgehen.
- kann warten, bis andere ausgeredet haben und es an die Reihe kommt.
Das Kind
- kann Arbeitsaufträge verstehen, sich merken und ausführen.
- kann etwa bis 10 zählen.
- kann eine kleine Menge (etwa bis 5) auf einen Blick erfassen.
- merkt sich 3 Reime oder Lieder.
- kann Größen zuordnen.
- kann ein vorgegebenes Muster fortsetzen.
10 Tipps zum Schulstart
Freuen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind auf seine Schulzeit…
…und zeigen Sie das auch.
Die Grundvorausetzungen für eine glückliche Schulzeit ist die Freude Ihres Kindes auf den Schulbeginn.
Vermeiden Sie negativ belegte Sätze wie
„Nun beginnt der Ernst des Lebens“
„Das werden sie dir in der Schule schon austreiben“
Nichts davon stimmt mit der heutigen Schulrealität überein.
Erzeugen Sie keine Angst vor der Schule und üben Sie keinen Erfolgsdruck auf das Kind aus.
Sie geben Ihrem Kind Sicherheit wenn Sie ihm vermitteln, dass
- es in der Schule neue Freunde findet
- es viel Neues und Interessantes lernen wird
- in der Schule nicht den ganzen Tag gespielt wird, aber das Lernen sehr viel Spaß machen kann!
Sprechen Sie vor und mit dem Kind positiv über die Schule und seine Lehrer, je positiver das Gefühl ist, das Sie vermitteln, desto mehr ermuntern Sie Ihr Kind Freude am Lernen zu haben.
Fördern Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes!
„Hilf mir es selbst zu tun“ ist der Leitsatz des Montessori-Prinzips. Versuchen Sie sich in der Erziehung Ihres Kindes daran zu orientieren. Ihr Kind wird dadurch große Selbstständigkeit erlangen und bestens für den Schulalltag gerüstet sein.
Ihr Kind sollte bei Schuleintritt folgende Grundvoraussetzungen mitbringen:
- sich selbst an- und ausziehen (einfache Kleidung mit wenig Knöpfen oder Reißverschlüssen)
- Schuhe binden
- mit kleineren Arbeitsmaterialien umgehen (Schere, Kleber, Stifte, etc)
- die Ausdauer etwas zu Ende zu bringen
- sich auf ein Spiel konzentrieren und danach wieder aufräumen
- Namen, Adresse, eventuell auch die Telefonnummer des Elternhauses wissen
- die wichtigsten Farben benennen und unterscheiden können
Versuchen Sie Ihr Kind mit kleineren Alltagsschwierigkeiten selbst fertig werden zu lassen, umso selbstsicherer wird es werden.
Haben Sie Geduld!
Bereiten Sie Ihr Kind auf den alltäglichen Schulweg vor!
Wohnen Sie nahe an der Volksschule Traisen, wird Ihr Kind zu Fuß zur Schule kommen. Darauf sollte das Kind auf jeden Fall vorbereitet werden.
Entscheiden Sie sich für den sichersten und nicht für den schnellsten Schulweg und gehen Sie schon Wochen vor Schulbeginn einige Male mit dem Kind den Weg ab.
Machen Sie Ihr Kind auf Gefahrenstellen aufmerksam.
Seien Sie ein gutes Vorbild im Straßenverkehr, verhalten Sie sich immer korrekt (kein Überqueren der Straße bei roter Ampel, etc).
Sollt Ihr Kind mit dem Bus zur Schule kommen, spielen Sie auch diese Situation mit ihm durch. Fahren Sie die Strecke gemeinsam mit dem Kind, machen Sie es auch hier auf Gefahren im Bus und beim Ein- und Aussteigen aufmerksam.
Wir empfehlen, bei kurzen Strecken zwischen Elternhaus und Schule, die Kinder zu Fuß zu uns zu schicken und sie nicht mit dem Privat-PKW herzubringen und abzuholen.
Die Bewegung tut den Kindern gut, die frische Luft hilft ihnen schon morgens sich besser zu konzentrieren und zu lernen.
Gewöhnen Sie Ihr Kind an einen festen Tagesablauf!
Bis jetzt waren Sie mit Ihrem Kind in der Zeitgestaltung noch recht flexibel. Das ändert sich mit dem Schulalltag.
Im Kindergarten gibt es keine fixen Beginnzeiten und es macht nichts aus, wenn man mal eine viertel Stunde später kommt, der Unterricht in der Schule jedoch beginnt pünktlich.
Ihr Tagesablauf sollte sich ab dem ersten Schultag regelmäßig gestalten. Das bedeutet regelmäßiges Aufstehen morgens, regelmäßiges (und zeitgerechtes) zu Bett gehen abends und regelmäßige Mahlzeiten. Ihr Kind benötigt im Schulanfangsalter noch zwischen 10 und 12 Stunden Schlaf!
Schenken Sie Ihrem Kind doch zu Schulbeginn einen Wecker! So wird das frühe Aufstehen morgens viel mehr Spaß machen!
Der erste Schultag ist ein großes Fest für die ganze Familie!
Es ist ein großer Moment für Kinder, Eltern, Großeltern, die ganze Familie, wenn die Schule beginnt. Und das sollte man auch feiern. Schenken Sie Ihrem Kind an diesem Tag mehr Aufmerksamkeit als sonst und machen Sie es für diesen Tag zum Mittelpunkt.
Festliche Kleidung am ersten Schultag und eine Schultüte gehören da natürlich dazu. Diesen Brauch, dem Kind eine Schultüte zu schenken, sollten Sie auch Ihrem/r kleinen Schulanfänger/in nicht vorenthalten, bedenken Sie aber gut, wie Sie dieses kleine Geschenk füllen. Besser als zu viele Süßigkeiten, die ohnehin nur den Zähnen schaden, sind erste Arbeitsmaterialien. Sie müssen diese ohnehin besorgen und diese gleich als Geschenk zu übergeben eignet sich also perfekt. Spitzer, Radiergummi, eine Federschachtel und dergleichen passen besser in eine Schultüte als Bonbons und Schokolade.
Selbstverständliche Ordnung…
…sollte für Ihr Kind im Schulalter normal werden.
Sie kennen das bestimmt auch: Die Spielsachen Ihres Kindes sind im ganzen Haus verteilt, die Kleidung, die abends ausgezogen wird, landet verteilt im Kinderzimmer, ein Gummistiefel, der nach dem Spielen ausgezogen wird, liegt in der Küche, der andere unter dem Vorzimmerkasten.
Ihr Kind sollte jetzt lernen ganz selbstverständlich Ordnung zu halten, da es sonst im Schulalltag nicht gut zurechtkommen wird. Es wird mit vielen Materialien arbeiten, wie Heften, Büchern, Stiften, Mappen und Arbeitsblättern. Mit diesen Materialien muss Ordnung gehalten werden, im Unterricht, zuhause und auch in der Schultasche.
Packen Sie in der ersten Zeit gemeinsam mit dem Kind die Schultasche, so wird es lernen, wo es welches Heft, welche Mappe, etc. findet. Überfüllen Sie die Schultasche nicht mit unnötigen Dingen, wie zu vielen bunten Stiften, etc.
Gewöhnen Sie Ihrem Kind auch jetzt schon an, Ordnung mit seinen Kleidungsstücken zu halten, denn es soll auch später, wenn es zur Schule geht, Handschuhe und Haube wieder mit nachhause bringen und nicht in der Schule liegen lassen.
Fernsehen Ade!
Obwohl Fernseher, Computer und Mobiltelefone mittlerweile wie selbstverständlich zu unserem Alltag gehören und man somit auch Kinder schwer davon fernhalten kann, empfehlen wir trotzdem dringend, den Fernsehkonsum und Computerspielaktivitäten Ihres Kindes so weit als möglich einzuschränken, bzw. zu kontrollieren.
Kinder, die unkontrolliert fernsehen dürfen, werden fast ununterbrochen mit Gewaltbildern konfrontiert, die sie in diesem Alter niemals verarbeiten können. Kinder handeln nach Vorbildern, die sie im TV oder in Videospielen mit Sicherheit nicht finden können.
Gewalt kann für Kinder somit sehr schnell zur Realität werden und wird dann oft mit in den Schultag genommen. Das Fernsehen und so manches Computerspiel haben da ein großes Stück dazu beizutragen.
Fangen Sie also schon zuhause an, Gewalt entgegenzuwirken, indem Sie gezielt Sendungen aussuchen, die für Ihr Kind geeignet sind, lassen Sie Ihr Kind nur jene Computerspiele spielen, die altersgerecht gestaltet sind. Sprechen Sie mit dem Kind über das, was es im TV, oder in einem Spiel gesehen hat.
Und: Mobiltelefone jeder Art, portable Spielkonsolen (Nintendo DS, Gameboy) oder diverses anderes Elektronikspielzeug haben im Schulalltag nichts verloren!
Elternabende sind Pflichtfach
Elternabende dienen dazu, den Kontakt zwischen Elternhaus und Schule zu pflegen und die Zusammenarbeit zu fördern.
Sie nehmen dadurch regen Anteil am Schulleben und geben auch Ihrem Kind das Gefühl, dass Schule etwas Wichtiges ist und Sie sich dafür interessieren.
Außerdem erfahren Sie an solchen Abenden viel über Ihr Kind und geben dem Lehrer die Möglichkeit, Sie als Eltern des Schülers, besser kennenzulernen um so auch das Kinder besser einschätzen zu können.
Um ein besseres Bild vom Schulalltag zu bekommen, sollten Sie keinen Elternabend verpassen, beachten Sie jedoch, dass zu Beginn nicht die Leistungen der einzelnen Schüler, sondern das Einleben in die Klassengemeinschaft im Vordergrund steht.
Seien Sie bei den Hausaufgaben immer in der Nähe.
Ihr Kind soll lernen selbständig zu arbeiten und zu üben. Niemand kann gut arbeiten und lernen, wenn ständig jemand anwesend ist und jeden Strich beobachtet.
Setzten Sie sich also nicht zum Kind, wenn es Hausaufgaben macht und lassen Sie es alleine arbeiten. Sollte es jedoch Fragen haben, sind Sie in der Nähe um helfend einzuschreiten. Bieten Sie keine Lösungen als Hilfe an, so wird Ihr Kind nichts daraus lernen. Unterbreiten Sie Vorschläge zum Lösungsweg als Hilfestellung. Sehen Sie die Hausaufgabe gemeinsam mit Ihrem Kind nochmals durch, wenn sie fertig ist.
Bedenken Sie immer: Lob ist sehr wichtig für ihr Kind!
Die Atmosphäre beim Erledigen der Hausaufgabe sollte ruhig und entspannt sein. Schalten Sie Fernseh- und Radiogeräte ab, kleinere Geschwister sollten sich ruhig verhalten oder in einem anderen Raum spielen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind keinen Ablenkungen ausgesetzt ist.
Die beste Zeit zum Schreiben der Hausaufgabe werden Sie im Laufe der Zeit selbst herausfinden. Jedes Kind hat einen anderen Rhythmus und ist zu unterschiedlichen Zeiten leistungsfähig und konzentriert.
Probieren Sie es einfach gemeinsam mit Ihrem Kind aus!
Lesen ist Abenteuer im Kopf.
Kinder, denen von Beginn an viel vorgelesen wird, freuen sich schon sehr darauf endlich lesen zu lernen. Behalten Sie das Vorlesen auch noch in der ersten Zeit, in der Ihr Kind lesen lernt, bei, da die Lesefertigkeit Ihres Kindes nur langsam steigt.
Lesen ist wichtig:
Wer viel liest, liest gut!
Wer viel liest, erweitert seinen Wortschatz!
Wer viel liest, wird später gute Aufsätze schreiben!
Das Lesen eröffnet Ihrem Kind ungeahnte Welten. Helfen Sie Ihrem Kind, Freude am Lesen zu entwickeln!
In der Gemeindebücherei Traisen und natürlich in der großen Schulbibliothek der Volksschule selbst, finden Sie eine große Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern zum Ausleihen, damit beim Lesen- und Vorlesen auch Abwechslung herrscht und Sie nicht unentwegt neue Literatur für Ihr Kind kaufen müssen.
